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Pizza mit Bärlauchpesto schmeckt weltklasse

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Dienstag, 5. Juli 2011, Seite 18·

 

Weltmeisterschaft Rezept aus Simmern überzeugt

Von unserem Reporter Werner Dupuis

 

M Simmern. Haarscharf am Treppchen vorbeigeschrammt ist Gerardo Guastaferro bei der Pizza-WM in Rom. Im Wettstreit mit 30 weiteren Nationen belegte er mit einer Creation mit grünem Spargel einen beachtlichen vierten Platz.

 

Gigis_Artikel_RHZ_05_07_2011Guastaferro ist nicht nur der begnadete Küchenchef in seinem Restaurant Schwarzer Adler, auch seine Pizza aus dem traditionellen Holzofen im Schwarzen Adler gehörenden „Gigis“ zählt zu den Besten weit und breit. Der Italiener ist Koch aus Leidenschaft und Frau Hedi ist zuständig für den perfekten Service. Bei den Pizza-Weltmeisterschaften ging er gemeinsam mit seinem neapolitanischen Pizzabäcker Bartolo Trafogato an den Start. Die beiden verbanden in ihrer Creation nicht nur die klassischen Zutaten wie Mozzarella, Mascarpone und Tomaten für den Belag. Als Verbeugung vor ihrer deutschen Heimat kombinierten sie das Uritalienische mit grünem Spargel, Räucherlachs und Bärlauchpesto. Die Tomatensoße war hausgemacht und der Wildlachs im eigenen Räucherofen gebeizt. Mit dem Bärlauchpesto – die Blätter des Gewächses wurden von Guastaferro im Soonwald persönlich gesammelt – sorgten die Pizzabäcker aus Simmern für Aufsehen. Das würzige Pesto war bei den Feinschmeckern in der Heiligen Stadt bisher eine unbekannte Zutat. Hinter Frankreich, dem Gastgeberland Italien und Spanien landete das Doppel Guastaferro/Trafogato auf einem großartigen vierten Platz. Für viele Sportler gilt der vierte Rang als undankbare Platzierung. Gerardo Guastaferro war allerdings hochzufrieden damit. „Es kommt schließlich auch immer auf den persönlichen Geschmack der Juroren an.“ Bei der Pizza-WM geht es dem Simmerner Koch aber nicht nur um den Wettstreit. Ganz wichtig ist ihm auch der Austausch mit seinen Kollegen. Er nutzt die Zeit zur Inspiration, lernt neue Rezepte, Zutaten und Varianten kennen, die letztendlich auch seinen Gästen zugute kommen. Kritisch bewertet er die Situation, dass in Deutschland viele selbst ernannte Pizzabäcker den Teig kneten. In anderen Ländern gäbe es Schulen, in denen man von der Pike auf das Pizzabacken lernen kann.

 

@ mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung

 
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